Die Wirkung der Sauerstoff-Ozon-Therapie in Verbindung mit dem antioxidativen System von Glutathion

Der Artikel von Chirumbolo (2025) weist darauf hin, dass die Ozontherapie (OOT) weit mehr bewirkt als nur die Antioxidation durch Glutathion: Sie aktiviert mehrere Regulationswege im Körper, die für Reparatur, Regeneration und Immunmodulation sorgen. Glutathion bleibt wichtig, aber nur als Teil dieses Prozesses, nicht als Ersatz für die umfassendere Wirksamkeit der OOT.

OOT wirkt über mehrere Wege (“Multi-Target-Intervention”), darunter Redox-Modulation (Regulierung oxidativer und reduktiver Prozesse), Endothel-Reparatur (Blutgefäßwand), Erhöhung der Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid (NO) und Immun-Reprogrammierung. 

Im Gegensatz zu OOT bietet die intravenöse Verabreichung von Glutathion (IV-GSH) nur eine vorübergehende antioxidative Unterstützung, ohne dass vorgelagerte adaptive Signalwege aktiviert werden. 

Mittels mechanistischer Modellierung (ODE-Modell: gewöhnliche Differentialgleichungen) wurde der Anteil des GSH/GSSG-Systems am Gesamteffekt von OOT geschätzt. Die Sensitivitätsanalyse ergab, dass dieser Anteil relativ gering ist: weniger als 10 % bei Erwachsenen und etwa 2 % bei älteren Menschen. 

Die Genesungsverläufe über sechs Monate zeigen, dass OOT (in den Modellen) schnell zu einer fast vollständigen Genesung führt, während IV-GSH eher schnell ein Plateau mit minimaler Verbesserung erreicht. 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass OOT nicht einfach eine “Antioxidantien-Therapie” ist, sondern eine systemische bioregulatorische Behandlung – besonders geeignet für Immun-, Entzündungs-, Schmerz- (nozizeptive) und degenerative Erkrankungen. Glutathion spielt dabei eine unterstützende Rolle, kann jedoch die Multi-Pathway-Wirkung von OOT nicht ersetzen. 

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie bitte den Artikel auf Pub Med: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40991178/

 

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